NEUE SINGLE - "VERLIERER"

„Was, wenn irgendwann Rock‘n‘Roll tot ist? Was, wenn irgendwann Liebe nicht mehr rot ist? Was, wenn irgendwann das letzte Lied verstummt?“ 

Mit den Fragen, die sie gleich in der ersten Strophe ihrer neuen Single „Verlierer“ aufwerfen, machen sich die vier Jungs von STEREOGOLD bewusst, dass jede Generation etwas Einzigartiges hat, das sie prägt, bevor sie es irgendwann an die Zeit verliert. Mit „Verlierer“ stellt sich die Band nicht als Sprachrohr ihrer Generation in den Mittelpunkt, sondern erlaubt mit diesem bis dato persönlichsten Song unmittelbare Einblicke in ihre Gedankenwelt, Sorgen und Hoffnungen in einer vom Wandel gekennzeichneten Zeit. 

 

Die als Antwort auf die Fragen fungierenden und zunächst nach belanglosem Popsong anmutenden Worte „Dann können wir sagen: Wir haben gelacht, getanzt, geweint“ werden durch die aussagekräftige Zeile „Wir waren die schönsten Verlierer unserer Zeit“ ergänzt und regen durch ambivalente Konnotationen zum Nachdenken an. Ohne ein „Früher war alles besser“ zu postulieren, in Verlustängste zu verfallen oder den mahnenden Zeigefinger des Älterwerdens zu erheben, stellt die Band fest, dass nichts beständiger ist als die Veränderung, und rückt die gewonnenen Erfahrungen und positiven Erinnerungen an die vergangenen Zeiten und die prägenden, verlorenen sozio- und popkulturellen Einflüsse als wertvollen Gewinn für das Leben in den Vordergrund.

 

Um den unaufhaltbaren Wandel ihres direkten Umfeldes zu zeigen und kritisch zu hinterfragen, war es der Band besonders wichtig, den urbanen Wandel des Kölner Stadtteils Ehrenfeld in ihrem zugehörigen Musikvideo zu behandeln. Dort hat das gentrifizierungsbedingte Clubsterben Einzug gehalten, und lässt viele Kulturschaffende und -interessierte besorgt zurück. Während einige Locations, die die Band geprägt haben, bereits abgerissen sind, um Platz für Nobelbauten zu schaffen, steht dies anderen kulturellen Zentren unmittelbar bevor. Auch wenn Veränderung nicht zwangsläufig schlecht ist, zeigt die Band, dass der Umgang mit Bestehendem zur Bewahrung kultureller Vielfalt und Lebendigkeit dringend überdacht werden muss.

Niclas Arbter

Gesang & Gitarre

Lars Niessen

Bass

Martin Wiemann

Gitarre

Benjamin Rochti

Schlagzeug


Schon seit ihrer Gründung pendeln die vier Jungs von STEREOGOLD um die goldene Mitte zwischen jugendlicher Abenteuerlust und hoffnungsvoller Melancholie. Ausgehend von ihrem ersten Konzert im Kölner Kultclub „Underground“ erklärten Niclas, Lars, Martin und Benjamin in den folgenden Jahren Deutschlands Bühnen zu ihrem neuen Proberaum und erlangten somit über die Grenzen Kölns hinaus überregionale Aufmerksamkeit, wurden von der Presse als vielversprechende Newcomer vorgestellt und bewiesen sich als überzeugender Live-Act als Vorband für die Rogers und Das Pack auf zwei deutschlandweiten Touren.

 

Nach ihrer 2017 erschienenen EP „Das was bleibt“ werden nun beginnend mit “Für Dich” und "Verlierer" neue Songs veröffentlicht, in deren Texten es Songwriter Niclas gelingt, die Zukunftszweifel der jungen Generation Y und vermeintlich negative Verlustsituationen, die jeder schon einmal erlebt hat, positiv umzudeuten und dabei die eigene Jugend zu reflektieren. Anstatt sich vom gängigen Weltverbesserungspathos anstecken zu lassen, verwandeln die Kölner damit jede Bühne in einen Schauplatz, auf dem Momentaufnahmen des Lebens besungen, beklagt und doch immer zelebriert werden. In ihren deutschsprachigen Texten malen sie Bilder, die von schwebenden Harmonien, großen Melodien und einem stabilen Gitarrenbrett perfekt eingerahmt werden. Dank ihrer Live-Energie schaffen sie stets einen Ort, an dem sich jeder auf seine eigene Art und Weise wiederfinden kann. Ehrlich, ungestüm und auf den Punkt.